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AMB kaufen


31.07.2002
WGZ-Bank

Die Analysten der WGZ-Bank empfehlen derzeit, die Aktien der AMB Generali Holding (WKN 840000) zu kaufen.

Die AMB Generali Holding als drittgrößter deutscher Erstversicherer (mit rund 11 Mrd. EUR Prämieneinnahmen in 2001) könne im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen der Branche von einer weitgehend normalen Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Jahr 2001 sprechen. Eingebettet in die internationale Strategie des Mehrheitsaktionärs Generali sei die AMB streng auf den deutschen Erstversicherungsmarkt fokussiert. Tätigkeitsschwerpunkt stelle das margenstarke Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft dar. In der Kundenstruktur spiegle sich die verfolgte Strategie des Mengengeschäfts deutlich wider. Das in der gesamten Branche sehr defizitäre Industriekundengeschäft werde kaum verfolgt. Wie bereits in den vergangenen Jahren habe man mit rund 6,7% auch 2001 stärker als der Gesamtmarkt wachsen können. Die Analysten der WGZ-Bank sähen den Trend zur privaten Altersvorsorge und die gute Positionierung der AMB als Haupttreiber für diese Entwicklung an.

Die AMB gehöre nach Ansicht der Analysten der WGZ-Bank zu den substanzstarken Gesellschaften, die von der momentanen Krise einiger Lebensversicherer profitieren dürften. Der AMB solle es gelingen ihre schon starke Position in der privaten Vorsorge weiter zu festigen. Die AMB bearbeite den Markt, im Gegensatz zu Wettbewerbern, auch weiterhin mit einer Strategie mehrerer Marken (AM, Volksfürsorge, Cosmos, Central u.a.). Verschiedene
Kundensegmente (geographisch und qualitativ) seien so in der Vergangenheit erfolgreich in einer Multi-Channel-Strategie angegangen worden. Neben dem eigenen Vertrieb stelle der Strukturvertrieb DVAG einen wichtigen Absatzkanal dar. Weitere Kooperationen und die Allfinanzvereinbarung mit der Commerzbank sollten nach Ansicht der Analysten der WGZ-Bank auch für die Zukunft zu hohen Wachstumsraten des Versicherers beitragen. Dominanter Bereich sei die margenstarke Lebensversicherung mit rund 60% der Prämieneinnahmen. Das 2001 erzielte Wachstum von 7,0% in den laufenden Beiträgen habe deutlich über dem Markt (3,1%) gelegen und bestätige die gute Positionierung und Vertriebsstärke der Gruppe. Die AMB habe bereits frühzeitig fondsgebundene Lebensversicherungen am Markt angeboten und sei heute mit einem Anteil von rund 30% Marktführer in diesem Segment.


Die fondsgebundenen Produkte trügen über alle Gesellschaften der Gruppe mit einem durchschnittlichen Anteil von rund 50% des Neugeschäfts zum Gesamtwachstum nachhaltig bei. Im Gesamtmarkt betrage der Anteil nur etwa 25% am Neugeschäft der Lebensversicherer. Bei privaten Riester-Produkten habe die Gruppe eine Position unter den drei Marktführern besetzt. Günstig wirke sich hierbei aus, dass die bevorzugte Zielgruppe dieser Produkte überproportional in den Beständen der AMB vertreten sei. Mit ihrer für die kostenintensiven Riester-Produkte günstigen Back-Office Struktur solle die Gruppe zu den Anbietern gehören, welche bereits mittelfristig aus den privaten Riester-Produkten Gewinnbeiträge erzielen. Hauptaufgabe der Produkte solle allerdings zunächst eine Türöffnerfunktion für die gesamte Produktpalette der privaten Altersvorsorge sein. Bei der betrieblichen Altersvorsorge habe man sich mit einem Platz im Konsortium für die "Metall-Rente" ebenfalls positionieren können. Dieser Markt werde für die AMB Gruppe allerdings aufgrund ihrer mangelnden Kundenbasis in der Industrie schwer zu bearbeiten sein. Erfolge seien primär bei zu vergebenden Mandaten im Bereich der Gewerkschaften zu erwarten. Hier verfüge die AMB historisch (Volksfürsorge) über gute Kontakte. Insgesamt werde die Gruppe überproportional vom Trend zur privaten Vorsorge profitieren.

Aktuell nehme die DVAG eine bedeutsame Position für den Absatzerfolg der AMB ein. Besonders für die AMB Leben bedeute die DVAG mit rund 80% des Neugeschäft eine strategisch wichtige Kooperation. Eine Kapitalbeteiligung von fast 50% an der DVAG sichere die exklusive Vertriebskooperation ab. Zukünftig erwarte sich die AMB Gruppe auch aus der Kooperation mit der Commerzbank deutliche Ergebnisbeiträge. Neben der für das Cross Selling über Banken gut geeigneten Lebensversicherung solle das Bauspargeschäft (über das die Commerzbank im Konzern nicht selbst verfüge) Wachstumstreiber sein. Für die Implementierung dieses Konzeptes plane man die Errichtung von 500 intergrierten Finanzcentern mit 850 Mitarbeitern bis 2005.

Die Klärung der noch offenen Zukunft der Commerzbank erhöhe allerdings die Unsicherheit für den Erfolg dieses Vertriebskanals. Die Schaden- und Unfallversicherung zeige ebenfalls eine positive Entwicklung. Auch hier habe ein Wachstum von 6,6% der Prämien erreicht werden können (Markt 2,6%). Mit rund 30% an den gesamten Prämien der Gruppe stelle dieser Bereich die zweite wichtige Säule der Erträge dar. Wie auch im Lebenbereich stelle man auf Gruppenbasis den zweitgrößten Versicherer in diesem Segment im deutschen Markt. Eine Schaden-Kostenquote von 96% sei positiv zu vermerken und liege deutlich unter Branchenschnitt (Werte unter 100 seien die Ausnahme). Die laufende Portfoliobereinigung bei Generali Lloyd und eine selektive Zeichnungspolitik sollte nach Ansicht der Analysten der WGZ-Bank die zukünftige Entwicklung weiter positiv gestalten.

Die Analysten der WGZ-Bank empfehlen daher, die Aktien der AMB zu kaufen.




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